Browsersicherheit: Böse Browsertabs

Zur Abwechslung mal wieder ein sicherheitsrelavanter Beitrag. Alle aktuellen Browser (bis auf Safari hab ich auch alle selbst getestet) sind anfällig auf folgende Lücke (ist nur eine Testseite zu Demonstrationszwecken):

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“Zu Risiken und Nebenwirkungen…

…lesen Sie die Geschäftsbedingungen und fragen Sie Ihren Administrator oder Nerd-Freund” oder “Warum Facebook einen Beipackzettel haben sollte”.

“Das Internet? Gibts diesen Blödsinn immer noch?”

(Homer Simpson, in der Folge “Thirty Minutes over Tokyo” Staffel 10, Folge 23)

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Nie ungeschützt!

Das beansprucht ja in so mancher Lebenssituation Gültigkeit. Ob das bei den heutigen Betriebssystemen noch für Virenscanner gilt kann ich nicht eindeutig beantworten. Ein Rechner unseres Heimnetzwerks z.B. läuft seit einem dreiviertel Jahr komplett ohne Virenschutz absolut rund. Aber das setzt natürlich viel Leichtsinn voraus. Prinzipiell würde ich jedem einen Virenscanner ans Herz legen, den es gibt ja genügend kostenlose Varianten, die auf jeden Fall besser als gar kein Schutz sind.

Welcher hier zu bevorzugen ist muss jeder für sich selbst entscheiden (da ich selber keinen dieser Anbieter verwende, kann ich leider keine ausführliche Beschreibung abgeben), aber ich denke wenn man einmal seinen Favoriten gefunden hat, braucht man eigentlich nicht wechseln, da der Umfang bei allen ziemlich ähnlich ist. Wenn jemand natürlich Probleme hat oder einfach mal etwas Neues probieren will, der soll doch einfach mal eine Alternative probieren (einfach die Bilder anklicken).

Avast Avira AVG SecEss

Virenscanner für lau

Durch den morgigen Verkaufsstart von Windows 7 angespornt, bieten diverse Hersteller ihre Anti-Viren Produkte kostenlos an! Die Produkte der Hersteller Panda, Kaspersky, Norton und F-Secure können unter den jeweiligen Links nach kurzer Registrierung (geht bei teilweise erst ab morgen) runtergeladen werden.

CIPAV – So ermittelt das FBI online

Der “Bundestrojaner” ist hierzulande momentan komplett aus den Medien verschwunden. Seinem amerikanischen Vorbild CIPAV – Computer and Internet Protocol Address Verifier”  wäre das momentan wohl auch ganz recht: Vor ein paar Wochen ist im Internet ein Dokument aufgetaucht, das Rückschlüsse auf die fragwürdigen Ermittlungsmethoden des FBI wirft ziehen lässt.

So nutzt das FBI wohl bewusst Schwachstellen in Browser und möglicherweise sogar Software/Betriebssystem aus, um den Betroffenen CIPAV unterzuschieben. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass die Software theoretisch jedem “potenziell” gefährlichen User untergejubelt werden kann. Dass das in der Vergangenheit auch schon öfters passiert ist, kann hier nachgelesen werden.

Du bist Terrorist

Ja ich weiß, ich schreibe viel über das Thema und nicht immer nur objektiv, aber ich hab da halt eine ziemlich eindeutige Meinung. Folgendes Video könnte die momentane Diskussion ergänzen. Die dazugehörige Homepage findet ihr hier.

Elektronischer Polizeistaat Deutschland und Internetzensur (bzw. DNS-Sperre)

Das U.S. Unternehmen Cryptohippie hat eine Studie veröffentlicht, in der 52 Staaten, die die Nutzung von Medien und Informationstechnologien überwachen, beschränken oder ganz einschränken, aufgeführt sind. Anhand verschiedener Kriterien wie beispielsweise Datenspeicherung auf Vorrat, Möglichkeiten der Datenspionage, Telefonabhörung, Umgang bei Verdachtsfällen von Kriminalität usw., die jeweils mit Punkten von 1 bis 5 bewertet wurden, sind alle Staaten bewertet worden. Die ersten zehn sind:

    1. China
    2. Nordkorea
    3. Weißrussland
    4. Russland
    5. England und Wales
    6. USA
    7. Singapur
    8. Israel
    9. Frankreich
    10. Deutschland

In dieser Übersicht sind alle Staaten deren Durchschnitt über drei Punkten liegt rot eingefärbt.

image

Im Bericht schreibt die Firma dass sie das Bewusstsein der Menschen aktivieren will, denn eine Abwehr gegen den Überwachungsstaat ist nicht mehr möglich, er scheint schon fast Wirklichkeit zu sein.

 

Ein ähnliches Thema dürfte jedem in diesen Tagen schon begegnet sein: Internetzensur. Momentan ist es im Bezug auf Kinderpornographie viel in den Medien unterwegs. Ich möchte dazu folgendes anmerken: Gegen Kinderpornographie muss vorgegangen werden das steht außer Frage, werden, aber warum ziehe ich nicht die Leute hinter diesen Websites zur Rechenschaft. Eine DNS-Sperre kann, soweit ich gelesen habe, umgangen werden, also was würde dann die Zensur bringen, wenn das Übel weiterhin besteht? Sollten die Regierungen dieser Erde nicht eher Zusammenarbeiten um die Server solcher Seiten bzw. deren Betreiber zu identifizieren und sie ganz aus dem Netz zu nehmen.

Meine Meinung ist, dass diese Sperren unnötig sind, weil sie die Problematik nur verschleiern, nicht lösen. Außerdem ist das der nächste Schritt zum oben erwähnten Überwachungsstaat, den ich sicher nicht will, den wer garantiert mir, dass der Regierung demnächst YouTube nicht passt, weil es dort vielleicht extrem-politische Videos gibt, oder Blogs verboten werden, weil sich der Schreiber mit Themen auseinandersetzt, die die Regierung nicht dulden will? Wer also gegen eine Einführung der DNS-Sperren ist, kann sich an der Petition “Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten” beteiligen. Wer trotzdem für die Einführung der DNS-Sperren ist kann bei der Deutschen Kinderhilfe aktiv werden.

Weiter Links zu Seiten, auf denen versuch wird, das Thema mit allen Facetten zu betrachten:

http://netzpolitik.org/

http://de.wikipedia.org/wiki/Zensur_im_Internet

http://www.jensscholz.com/2009/04/warum-es-um-zensur-geht.htm

http://www.heise.de/ct-tv/Hintergrund-Nach-der-Kritik-folgen-die-Warnungen–/artikel/2009/05/09/webcast/pruefstand/137373/

http://de.indymedia.org/2009/04/247312.shtml

http://www.heise.de/ct/Bundestag-streitet-ueber-Kinderporno-Sperren–/news/meldung/137408

Wurm “Conficker” vor 1. April aufspüren…

…sonst lädt die neue Fassung des Wurms (Conficker.C) automatisch neue Updates nach. Zur Sicherheit einfach mal eines der hier angebotenen Tools herunterladen und ausführen, auch wenn inzwischen alle Virentools auf den Wurm aufmerksam werden…sicher ist sicher.

Dämpfer für Vorratsdatenspeicherung

Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hat in seinem Beschluss vom 27.02.2009 (am 16.03.2009 vom Arbeitskreis für Vorratsdatenspeicherung veröffentlicht) betont, dass es umfangreiche Überwachung von Telekommunikationsmitteln für übertrieben hält:

“Das Gericht sieht in der Datenspeicherung auf Vorrat einen Verstoß gegen das Grundrecht auf Datenschutz. Sie ist in einer demokratischen Gesellschaft nicht notwendig. Der Einzelne gibt keine Veranlassung für den Eingriff, kann aber bei seinem legalen Verhalten wegen der Risiken des Missbrauchs und des Gefühls der Überwachung eingeschüchtert werden.”

und weiter:

“Man kann daran zweifeln, ob die Speicherung von Verkehrsdaten aller Nutzer – gewissermaßen auf Vorrat – mit Grundrechten vereinbar ist, insbesondere da dies ohne konkreten Verdacht geschieht." 

Das Verfahren wird nun bis auf weiteres ausgesetzt, da der Europäische Gerichtshof alles weiter klären muss, denn die Vorratsdatenspeicherung beruht auf EU-Richtlinien.

Zusätzliche Links:

Gerichtsentscheid vom 27.02.2009 Verwaltungsgericht Wiesbaden

Sammel-Verfassungsbeschwerde gegen Vorratsdatenspeicherung

Google Interest Based Ads

Zu deutsch ‘interessenspezifische Werbung’, ist Googles neuester Service, den die Teilnehmer von Googles Werbenetzwerk bald in Anspruch nehmen dürfen.

Ab April sollen die Testläufe beginnen, die ersten Werbenden können dann beginnen, die interessenbezogene Werbung über das AdWords-System zu schalten. 89% der Internetuser werden laut Google über dieses System erreicht. Zitat von Google:

“Auf YouTube wird ebenfalls interessenbezogene Werbung genutzt, um relevante Anzeigen zu schalten. Ruft Maria beispielsweise oft Videos zum Thema Kochen auf YouTube auf, können ihr auf den Seiten von YouTube und auf Websites, die AdSense verwenden, gehäuft Anzeigen rund um das Kochen angezeigt werden. Möglich ist auch, dass Maria auf Grundlage der vorher von ihr besuchten Websites auf den YouTube-Seiten mehr Anzeigen rund um das Thema Gartenarbeit zu sehen bekommt.”

Google speichert die Daten anonym. Trotzdem sehe ich keinen wirklichen Vorteil von personenbezogener Werbung.

Mehr Informationen gibt es bei heise.de.

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